03 September 2006

Europäische Mondsonde „SMART-1“ planmäßig auf dem Mond zerschellt

Paris (Frankreich), 03.09.2006 – Die europäische Mondsonde SMART-1 ist heute planmäßig auf dem einzigen natürlichen Erdtrabanten zerschellt. Um genau 07:42 Uhr und 22 Sekunden MESZ wurde von der europäischen Raumfahrtagentur ESA der Aufprall registriert. Die Aufschlagstelle lag gemäß dem Mondkoordinatenssystem genau bei 46,2 Grad West, 34,4 Grad Süd. Sie nennt sich „Lake of Excellence“ und befindet sich in der mittleren Südregion des Erdtrabanten.

Die Wissenschaftler vermuteten, dass die Sonde bei einer Aufprallgeschwindigkeit von zwei Kilometern pro Sekunden einen etwa drei bis zehn Meter breiten Krater schlagen würde. Dabei wurde der Aufprall von mehreren irdischen Teleskopen beobachtet. Es soll dann das abgesprengte Material mittels einer Spektralanalyse untersucht werden. Weiterhin erhoffen sich die Wissenschaftler durch eine Aufprallanalyse neue Erkenntnisse über die dabei entstehende Dynamik und dessen Einfluss auf das technische Gerät.

Mit einer umfunktionierten Kamera wurden weiterhin zahlreiche Aufnahmen von der Mondoberfläche geschossen. Die wichtigste Aufgabe der Sonde war jedoch der Praxistest eines so genannten Ionen-Triebwerks. Das Prinzip beruht darauf, dass mit Hilfe von elektrischer Energie, die mit Solarzellen erzeugt wird, Xenon-Ionen erzeugt werden, die einen Rückstoß erzeugen. Dieser ist zwar nur sehr gering, steht jedoch fast kontinuierlich zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Es muss nur eine geringe Masse an Treibstoff mit an Bord genommen werden. +wikinews+

02 September 2006

UN-Sicherheitsrat will Blauhelme in die Darfur-Region schicken – Der Sudan lehnt ab

New York (Vereinigte Staaten), 02.09.2006 – Die sudanesische Regierung hat die Entsendung von 22.500 Soldaten und Polizisten unter UN-Mandat in die Krisenregion Darfur abgelehnt. Sie bezeichnete den Beschluss des UN-Sicherheitsrates, der ein robustes Mandat vorsieht, als „illegal“. Schon derzeit sind in der sudanesischen Provinz Darfur Soldaten stationiert, allerdings unter der Führung der Afrikanischen Union, deren Mandat jedoch gegen Ende des Monats ausläuft. Damit die Europäische Union den Oberbefehl über die Truppen übernehmen darf, ist die Zustimmung der sudanesischen Regierung erforderlich. Regierungsvertreter des Sudan kritisierten zudem, dass ihre Regierung bei der Entscheidung im Sicherheitsrat nicht konsultiert worden sei.

Die Erfolgsbilanz der in Darfur stationierten AU-Truppen fällt eher mager aus. In der vergangenen Zeit wurde sogar eine Verschlimmerung der Lage verzeichnet. +wikinews+

01 September 2006

wikinews September 2006

Samstag, 30. September 2006
Reaktionen auf das Transrapid-Unglück am 22. September 2006
Weitere Funde von Genreis in Deutschland
Kurz berichtet:
Berlin bleibt Rot-Rot
Freitag, 29. September 2006
Volkswagen kehrt zur Fünf-Tage-Woche zurück
Bundestag verabschiedet neues Elterngeld
Bangkoks neuer Flughafen Suvarnabhumi eröffnete mit Problemen
US-Senat stimmt dem Anti-Terror-Gesetz zu
Aus für deutsche BenQ-Siemens-Handys
ISS-Expedition 13 und Raumflugteilnehmerin Anousheh Ansari in Kasachstan gelandet
Donnerstag, 28. September 2006
Zukunft von UP Aerospace nach Absturz nicht akut gefährdet

Delmenhorst gewinnt DAS!-Wette
Benedikt XVI. besuchte Bayern
Schweres Seebeben vor Samoa-Inseln
Demonstration zum Gedenktag der Psychiatrietoten
Kurz berichtet:
Bulgarien und Rumänien dürfen der EU beitreten
Mittwoch, 27. September 2006
Ermittlungsergebnis wegen Hubschrauberabsturz bei Weilheim/Teck
Untersuchungen zum Absturz der Rakete SpaceLoft XL haben begonnen
Grüne: „Mafiöse Struktur in der deutschen Fleischwirtschaft“
Fund von gentechnisch verändertem Reis in Oyten, Niedersachsen
Kurz berichtet:
Benzinpreis in Deutschland auf unter 1,20 Euro gesunken
Dienstag, 26. September 2006
Thailands Militärjunta will nach Machtübergabe weiter Einfluss ausüben
Erster Raketenstart auf dem „Spaceport America“ endet mit Absturz
New Orleans: Superdome wieder eröffnet

Führungswechsel in Japan: Abe zum Premierminister gewählt
Kurz berichtet:
Ägyptische Zensur trifft FAZ
Montag, 25. September 2006
Afghanische Politikerin in Kandahar erschossen
Greenpeaceschiff blockiert Giftmüllfrachter in estnischem Hafen
Fünfter Spieltag der Fußball-Bundesliga 2006/07
Patrick de La Lanne neuer Delmenhorster Oberbürgermeister
Frankreich und Tunesien Weltmeister im Pétanque
September 2006: Hochwasser in der Schweiz
NASA-Chef Michael Griffin besucht China
Sonntag, 24. September 2006
Cookinseln traten Ottawa-Konvention bei
Bangkok: Flughafen Suvarnabhumi soll wie geplant eröffnet werden
Bahnhöfe des Jahres 2006: Hamburg Dammtor und Oberstdorf
Delmenhorster Schüler demonstrierten gegen Neonazis
Thailand: Nach dem Putsch kommen neue Namen ins Spiel
GPL setzt sich vor deutschem Gericht durch
Pétanque-Weltmeisterschaften: Deutschland und amtierender Weltmeister scheitern im Viertelfinale
Kurz berichtet:
Flugunfall im Kreis Ostholstein
Samstag, 23. September 2006
Französischer Geheimdienst: Saudi-Arabien hält Osama bin Laden für tot
Rede von Hugo Chávez macht Chomsky-Buch zum Bestseller
PDS: Fast 63 Prozent im Berliner Stimmbezirk 221
Putschisten in Thailand erhalten Regierungsauftrag
Viele Opfer bei Gasexplosion im bayrischen Lehrberg
23 Tote bei Transrapidunglück
Kurz berichtet:
Erster Bombenanschlag in Süd-Thailand nach dem Putsch
Freitag, 22. September 2006
Weitere Auslieferungsverzögerungen beim Airbus A380
Raumfähre Atlantis sicher gelandet
Kurz berichtet:
Libanon-Einsatz der Bundeswehr hat begonnen
Donnerstag, 21. September 2006
Umweltschäden: Kalifornien klagt gegen Autohersteller
Kurz berichtet:
NPD: Fast 15 Prozent im Wahlbezirk Uecker-Randow I
NPD: Fast 40 Prozent in der Gemeinde Postlow
Mittwoch, 20. September 2006
Auswärtiges Amt mahnt zur Vorsicht in Thailand
Dienstag, 19. September 2006
Stimmrechtsreform beim IWF stößt auf geteiltes Echo
Panzer rollen in Thailand – Militärputsch
Unabhängigkeitsreferendum: Transnistrien will sich Russland anschließen

Erste Touristin im Weltraum: Anousheh Ansari auf dem Weg zur ISS
Schwere Krawalle in Budapest
Kurz berichtet:
Ilmenau: Unfall am Ehrenberg
Kofferfund in Bonn
Delmenhorst: Hermann Lux gestorben
Montag, 18. September 2006

Landtagswahlen 2006 in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Kurz berichtet:
Kunstmaler Erich Lindenberg ist tot
Sonntag, 17. September 2006
Südthailand: Bombenanschläge gegen Touristenort
Vierter Spieltag der Fußball-Bundesliga 2006/07
Vorsitzender des Chat-Betreibers PDPC Rob Levin ist tot
Ärztestreik: Mediziner am Bergmannsheil fordern Tarifvertrag

Hintergrund: Was Papst Benedikt XVI. wirklich sagte
Papst teilt sein Bedauern mit
Regensburger Papst-Rede löst Kritik und Proteste in der islamischen Welt aus
Sibirien: Auftauen des Permafrosts alarmiert Klimaforscher
Samstag, 16. September 2006
Baden-Württemberg: EDEKA nimmt US-Reis aus den Regalen
Montréal: Blutbad in Schule
50 Jahre Telefonseelsorge in Deutschland
Freitag, 15. September 2006
Stadt Delmenhorst bietet 2,5 Millionen Euro für Hotel „Am Stadtpark“
NASA: Rasanter Rückgang des „Ewigen Eises“ in der Arktis
Turkmenische Journalistin starb im Gefängnis
Gefahrgutunfall auf der A3 bei Limburg
Kurz berichtet:
Bertelsmann platziert Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden Euro
Donnerstag, 14. September 2006
Hamas und Al-Fatah bilden Regierung der Nationalen Einheit
IWF korrigiert Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft nach oben

Zwergplanet Xena heißt jetzt Eris
Niedrigere GEZ-Gebühr für Internet-PCs beschlossen
Mittwoch, 13. September 2006
Elfenbeinküste: Umweltprogramm der Vereinten Nationen untersucht Giftmüll
Stuhr: Cord Bockhop bleibt Bürgermeister
Dienstag, 12. September 2006
Baden-württembergische SPD fordert GEZ-Spartarif für Internet-PCs
Größtes Containerschiff der Welt erstmals in Deutschland
Fähre vor Mayotte in Seenot geraten: 33 Menschen vermisst
Montag, 11. September 2006
Worms: Tödlicher Unfall bei Fallschirmspringen
Gipfeltreffen der Bewegung der blockfreien Staaten in Havanna eröffnet
Nur geringe Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen
Direktwahl des Oberbürgermeisters von Delmenhorst: SPD-Kandidat gewinnt
Deutsche Piratenpartei gründete sich in Berlin
Kurz berichtet:
Gemälde von Edvard Munch sichergestellt
Georg Milbradt eröffnete „Grünes Gewölbe“ in Dresden
Sonntag, 10. September 2006
Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: NPD macht Boden gut
40 Jahre „Star Trek“
Nach Pannenserie bei der NASA: Erfolgreicher Start der Raumfähre Atlantis
Thailand will Visapraxis für Ausländer verschärfen
Kurz berichtet:
Studie: Steigender Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland
Abdoulaye Wade will Patrouillenboote von Spanien
Samstag, 9. September 2006
Geheimdienstausschuss des US-Senats: Keine Verbindung Saddams zu al-Qaida
London feierte den 60. Geburtstag Freddy Mercurys
Im Sudan inhaftierter slowenischer Friedensaktivist wieder frei
Freitag, 8. September 2006
Dresdner Oberbügermeister Ingolf Roßberg wurde verurteilt
Dieter Hecking neuer Cheftrainer von Hannover 96
Gewalt und Terror in Afghanistan nehmen zu
Fußball-WM der Menschen mit Behinderung: Deutschland im Viertelfinale
Deutschland schickt Soldaten nicht in den Süden Afghanistans
Niedersachsen: „Gammelfleisch“ aus Bayern nicht in den Verkauf gelangt
Bush gab Existenz von CIA-Geheimgefängnissen zu
Rassenkonflikt von Kondopoga weitet sich auf Republik Karelia aus
In Georgien wurden Oppositionspolitiker wegen eines angeblichen Umsturzversuchs festgenommen
Tony Blair kündigte seinen Rücktritt an
Kurz berichtet:
Der DFB hat einen neuen Vorsitzenden: Theo Zwanziger
FC Middlesbrough zahlt neun Millionen Euro für Huth
Donnerstag, 7. September 2006
Regierung der Elfenbeinküste wegen Giftmüllskandal zurückgetreten
„CyberLink BD / HD Advisor“: HD-DVD- und Blu-ray-Diagnoseprogramm für aktuelle Rechner
Kurz berichtet:
Gammelfleisch-Händler beging Selbstmord
Mittwoch, 6. September 2006
Letzte Tagesthemen-Sendung mit Moderator Ulrich Wickert
Bertelsmann verkauft Musikverlag
Espacio-Turm in Madrid in Brand geraten
Kommunikationssatellit „Xinnuo 2“ soll im Oktober starten
Mexikanisches Bundeswahlgericht erklärt Felipe Calderón zum Sieger der Präsidentenwahl
Kurz berichtet:
NATO-Flugzeug in Afghanistan abgestürzt
Atlantis-Start zum vierten Mal verschoben
Dienstag, 5. September 2006
Regierungsbeteiligung der Slowakischen Nationalpartei führt zu Spannungen mit Ungarn
Zwischenfall im Hüttenberger Schaubergwerk „Knappenberg“
Geiselnahme in russischem Untersuchungsgefängnis
Libanon nennt Bedingungen für Einsatz der Bundesmarine
Haushaltsdebatte 2007: „Ja, es gibt Zumutungen“
Kurz berichtet:
Kaiserslautern: „Braune Brühe“ löste Großeinsatz aus
Größte Solarstromanlage der Welt in Betrieb genommen
Montag, 4. September 2006
Rassistische Unruhen in Russland
Richter onanierte jahrelang während Verhandlungen mit Penispumpe

„Crocodile Hunter“ Steve Irwin starb bei Dreharbeiten unter Wasser
Kurz berichtet:
Annemarie Wendl gestorben
Helfer der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 feierten in Enkenbach-Alsenborn
Britischer Discounter nimmt UKW-Radios aus dem Angebot
Neuer Weltrekord für Elektrolokomotiven
Sonntag, 3. September 2006
Europäische Mondsonde „SMART-1“ planmäßig auf dem Mond zerschellt
Hochrangiges Al-Kaida Mitglied im Irak festgenommen
Opferzahl nach Absturz eines Passagierflugzeugs im Iran korrigiert
„Raumschiff Orion“: Auftrag für Lockheed Martin
Opiumanbau in Afghanistan nimmt stark zu
Kurz berichtet:
Kaiserslautern: Fahndung nach Grabscher
Samstag, 2. September 2006
Schuljahresbeginn in Niedersachsen: Neueinstellungen gleichen Pensionierungen aus
BKA: Keine erhöhte Anschlagsgefahr in Deutschland
UN-Sicherheitsrat will Blauhelme in die Darfur-Region schicken – Der Sudan lehnt ab
Kurz berichtet:
Kaiserslautern: Kanalisation schafft Wasser nicht
Freitag, 1. September 2006
Viele Tote bei Absturz einer Passagiermaschine im Iran
Ab 2010: „Islamischer Religionsunterricht“ in Niedersachsen

Astronomen beobachteten Supernova
Frist abgelaufen: Iran gibt im Atomstreit nicht nach
Libanon: Kofi Annan auf schwieriger Nahost-Reise
Kurz berichtet:
Wehrbeauftragter fordert schnellen Beschluss zu Nahosteinsatz

31 August 2006

Koordinierte Bombenanschläge auf 22 Banken im Süden Thailands

Yala (Thailand), 31.08.2006 – In der vorwiegend von Muslimen bewohnten thailändischen Südprovinz Yala wurden heute Morgen gegen 11:30 Uhr Ortszeit in einer offenbar koordinierten Aktion fast gleichzeitig Bombenanschläge auf 22 Banken verübt. Dabei wurden laut channelnewsasia.com eine Person getötet und mindestens 40 Menschen verletzt, nationmultimedia.com berichtet von nur 24 Verletzten. Bei dem Toten handelt es sich um einen ehemaligen Soldaten. Alle Bomben wurden im Inneren der Banken gezündet.

Das Militär ordnete daraufhin die Schließung aller Bankfilialen in der Provinz an. Yala gehört zu den drei im Süden Thailands gelegenen Provinzen, aus denen regelmäßig von Anschlägen militanter islamistischer Gruppen berichtet wird. Bisher waren die meisten Terrorakte in den thailändischen Südprovinzen kleine Bomben oder Gewehrsalven aus vorbeifahrenden Fahrzeugen. Der heutige koordinierte Angriff scheint eine neue Stufe der Gewaltanwendung zu kennzeichnen. In den letzten drei Monaten waren wiederholt Terroranschläge verübt worden, die ein hohes Maß an Koordination und Planung erfordern. Ziel der Angriffe sind häufig öffentliche Einrichtungen.

Die Polizei nahm fünf Verdächtige fest, die jedoch eine Beteiligung an den Anschlägen abstreiten. Der Kommandeur der 4. Armee, die im Süden des Landes für Sicherheit sorgen soll, sagte, man habe vor den Anschlägen bereits Kenntnis von einem bevorstehenden großen Angriff gehabt. Mit einem Angriff auf Bankfilialen habe man aber nicht gerechnet. In der Region wurden seit 2004 etwa 1.300 Menschen durch Anschläge getötet. Die Angriffe vom heutigen Donnerstag fielen mit dem Gründungstag einer Dachorganisation malaysischer Separatisten zusammen. Die drei Provinzen grenzen an Malaysia und wurden erst vor hundert Jahren von Thailand annektiert. +wikinews+

30 August 2006

Kinderarmut in Deutschland – ausgeschlossen?

wikinews: Berlin (Deutschland), 30.08.2006 – Unter dem Motto „Ausgeschlossen – Kinderarmut in Deutschland“ fordern der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), UNICEF und das „Bündnis für Kinder“ von der deutschen Bundesregierung „einen Aktionsplan mit konkreten Zielvorgaben zur Reduzierung der Kinderarmut“. 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben nach Schätzungen des DKSB auf Sozialhilfeniveau. Im Jahr 2005 wurde diese Zahl vom Paritätischen Wohlfahrtsverband noch auf 1,5 Millionen Kinder geschätzt.

Auf einem in der Berliner Akademie der Künste veranstalteten Forum warnten die drei Organisationen vor den gesellschaftlichen Folgen der Kinderarmut. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog, Vorstandsvorsitzender vom „Bündnis für Kinder – gegen Gewalt“, brachte den Zusammenhang so auf den Punkt: „Kinder ohne Chancen sind die Arbeitslosen von morgen. Die Überwindung von Kinderarmut ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben.“

Die soziale Lage vieler Kinder, die als arm eingestuft werden, wurde mit folgenden Stichworten umschrieben: soziale Ausgrenzung zum Beispiel durch den notwendigen Verzicht auf Klassenfahrten sowie Sport- und Freizeitangebote, mangelhafte Ernährung und in der Folge gesundheitliche Probleme, schlechtere Bildungschancen und geringere Chancen auf Ausbildungsplätze. Besonders betroffen: Kinder von Migrantenfamilien. Eine weitere besonders betroffene Bevölkerungsgruppe sind die Kinder von alleinerziehenden Elternteilen: 40 Prozent der Kinder dieser Gruppe gelten als „relativ arm“.

Im Forderungskatalog der Organisationen, die das Forum „Ausgeschlossen – Kinderarmut in Deutschland“ veranstalteten, stehen vier Punkte im Vordergrund: Erstens eine veränderte Prioritätensetzung der Politik, zweitens Konzentration der Kinder- und Familienpolitik auf die Unterstützung für die einkommensschwachen Familien, drittens verbesserte Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Bereich der Kleinkinderbetreuung (kostenlose Kindergärten), ein kindgerechtes Ganztagsschulangebot und schließlich viertens die besondere Unterstützung und Förderung von Kindern aus Migrantenfamilien.

  • Diskussionen
  • 27 August 2006

    EU stellt fast 7.000 Soldaten für die UN-Friedenstruppe

    Brüssel (Belgien), 27.08.2006 – Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan hat in Verhandlungen mit den EU-Außenministern am Freitag, den 25. August in einer Sondersitzung eine Einigung über die Beteiligung der Europäischen Union an der internationalen Blauhelmtruppe für den Libanon erzielt. Danach stellt die EU fast 7.000 Soldaten für den Einsatz der UN-Friedenstruppe, Frankreich erhöhte sein Truppenangebot kurzfristig von 200 auf 2.000 Soldaten, Spanien stellt 1.200 Soldaten zur Verfügung, Polen entsendet 500 Soldaten, Finnland 250 und Belgien wird sich mit knapp 400 Soldaten an der Mission im Nahen Osten beteiligen. Die Blauhelmtruppe soll insgesamt 15.000 Mann stark sein – das hat der UN-Sicherheitsrat in seiner Resolution 1701 festgelegt. Die Soldaten verstärken die bisher 2.000 Mann starke UNIFIL-Mission. Neben Staaten der EU haben Malaysia, Indonesien und Bangladesch Soldaten für die verstärkte UN-Mission im Libanon fest zugesagt. Zudem werden noch Gespräche mit dem Ministerpräsidenten der Türkei geführt. Annan äußerte sich positiv über die Verhandlungen mit der EU: „Wenn man alles zusammenzählt, dann stellt Europa das Rückgrat für die Truppe“, so Annan. Bis zum Februar 2007 stehen die Truppen unter dem Oberbefehl der Franzosen, dann übernehmen die Italiener die Führung, die mit 3.000 Soldaten das größte Kontingent stellen. Die Natur der deutschen Beteiligung ist weiterhin unklar, fest steht jedoch, dass Deutschland Marinesoldaten an die libanesische Küste entsenden wird, um Waffenlieferungen an die radikal-islamische Hisbollah zu unterbinden; das gab der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier bekannt.

    Die Truppen der UN-Friedenstruppe werden auf Wunsch des libanesischen Premierministers Fuad Siniora nicht an der Grenze zu Syrien stationiert, solange der Libanon nicht den ausdrücklichen Wunsch danach äußert. Syrien gab bekannt, dass es eine mögliche Stationierung von Soldaten an der libanesisch-syrischen Grenze als „feindlichen Akt“ ansehen würde.

    Kofi Annan betonte, dass das Mandat der Friedenstruppe nicht die Entwaffnung der Hisbollahmiliz einschließe. Dies sei eine Aufgabe der libanesischen Streitkräfte. +wikinews+

  • Libanonkrieg
  • 26 August 2006

    Innenminister Wolfgang Schäuble will strengere Kontrolle des Internets

    Berlin (Deutschland), 26.08.2006 – Nach den jüngsten Festnahmen zweier mutmaßlicher Bombenleger, die in zwei Regionalzügen Zündsätze abgestellt hatten, die später in den Bahnhöfen von Koblenz und Dortmund gefunden worden waren, hat der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble gestern eine strengere Kontrolle des Internets gefordert.

    Zu diesem Zweck müssten mehr Experten für diesen Bereich eingesetzt werden, darunter auch solche mit arabischen Sprachkenntnissen. Unterstützung erhielt der CDU-Politiker für diese Forderung von dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg: „Das Internet bekommt eine immer zentralere Bedeutung für die Kommunikation.“ Bisher gebe es bei der Polizei nur „Einzelpersonen“, die über entsprechende Kenntnisse verfügten. Schäuble forderte in diesem Zusammenhang auch eine weitergehende Bereitstellung von Haushaltsmitteln für diese Zwecke. Er machte die Äußerungen vor dem Hintergrund der Einschätzung der Sicherheitslage in Deutschland. Auch nach den jüngsten Verhaftungen könne keine „Entwarnung“ gegeben werden.

    Auch BKA-Präsident Jörg Ziercke hat sich gestern gegenüber Reuters zur Einschätzung der gegenwärtigen Gefahrenlage geäußert: „Wir haben der Gefahr die Spitze genommen, müssen aber weiter aufmerksam sein.“ Über die Motive der mutmaßlichen Attentäter hatte sich die Behörde bisher noch nicht geäußert. Zierke schloss heute aus, dass man es hier mit so genannten „Schläfern“ zu tun habe. „Wir haben es hier eher damit zu tun, dass junge Menschen radikalisiert werden und bereit sind, solche Anschläge zu begehen.“ Vor diesem Hintergrund forderte Zierke eine stärkere Verantwortung von Internetprovidern für die auf ihren Seiten veröffentlichten Inhalte. Er könne sich beispielsweise ein Gesetz vorstellen, dass Internetprovidern, auf deren Seiten Hinweise zum Bau von Bomben gegeben würden, dazu verpflichtet werden, diese zu entfernen. +wikinews+

    KOMMENTAR

    Dann müssten wir wohl auch unsere www.inidia.de/bombenbau.htm aus dem Netz nehmen, denn wir stehen damit seit Jahren auf Platz 1 bei Google.

    22 August 2006

    Im Kongo kommt es nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses zu Kämpfen

    Kinshasa (Demokratische Republik Kongo), 22.08.2006 – Nach Bekanntwerden der Ergebnisse der Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo kam es in der Hauptstadt Kinshasa zu Schießereien.

    Nach dem vorläufigen, von der Wahlkommission bekanntgebenen Wahlergebnis entfielen bei der Präsidentschaftswahl 44,81 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Amtsinhaber Joseph Kabila und 20,03 Prozent auf den amtierenden Vizepräsidenten Jean-Pierre Bemba. Weil keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreicht hat, wird es am 29. Oktober zu einer Stichwahl zwischen Kabila und Bemba kommen. An der Wahl am 30. Juli hatten 70,54 Prozent der 25 Millionen registrierten Wähler teilgenommen. Kabila wurde besonders im Westen der Demokratischen Republik Kongo gewählt, sein stärkster Herausforderer war dagegen vor allem im Osten des Landes beliebt, wo auch Antoine Gizenga die meisten Anhänger hat. Antoine Gizenga landete mit 13,06 Prozent der abgegebenen Stimmen auf dem dritten Platz.

    Kandidaten können nun in den nächsten drei Tagen beim obersten Gerichtshof des Landes Beschwerden einlegen, die das Gericht innerhalb von sieben Tagen bearbeiten muss, bevor es am 31. August das offizielle Endergebnis bekanntgeben wird. 33 Präsidentschaftskandidaten haben bereits angekündigt, wegen der ihrer Meinung nach massiven Wahlfälschungen Beschwerden einzureichen. Der Amtsinhaber trat nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse im Fernsehen auf und sagte, er habe einen großen Erfolg errungen.

    Am Sonntag lieferten sich Anhänger von Jean-Pierre Bemba in Kinshasa Gefechte mit der Präsidentengarde. Der ehemalige Rebellenführer Jean-Pierre Bemba unterhält eine Truppe von Sicherheitskräften. Auch UN-Soldaten der MONUC waren in die Kämpfe verwickelt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sind die MONUC-Soldaten unter Beschuss geraten und haben dann das Feuer erwidert. Auch gestern kam es im Zentrum der Hauptstadt zu Schusswechseln nahe des EUFOR-Stützpunkts am Flughafen N'Dolo. Dabei wurden zum ersten Mal die schnellen Eingreifkräfte der EUFOR eingesetzt. EUFOR-Sprecher Thierry Fusalba gab bekannt, dass rund 150 Soldaten einer spanischen Eingreiftruppe mit einem Dutzend Panzern in der Stadt Stellung bezogen haben. Nach Angaben des Oberstleutnants Peter Fuss kann die schnelle Eingreiftruppe binnen 15 Minuten reagieren. Die Soldaten der Europäischen Union sollen laut Resolution 1671 der Vereinten Nationen die MONUC unterstützen und unter anderem einen Beitrag zur Sicherung des Flughafens von Kinshasa liefern sowie bei Gefahrensituationen Evakuierungsmaßnahmen durchführen. Bei der MONUC, die mit 17.000 Soldaten in der Demokratischen Republik Kongo aktiv ist, handelt es sich um den größten friedenssichernden Einsatz der Vereinten Nationen. Die MONUC-Soldaten sind hauptsächlich in den östlichen Provinzen des Landes stationiert.

    Einige Diplomaten suchten wegen der Gefechte Schutz im Haus des Oppositionsführers Bemba, darunter der britische Botschafter und der Leiter der UN-Mission im Kongo. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf eine anonyme Quelle beruft, wurde der Privathubschrauber des Oppositionspolitikers zerstört. Das Haus des Politikers wurde laut AFP von der Präsidentengarde mit schweren Waffen beschossen. Wie es zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen ist, ist unklar. Anhänger von Kabila und Bemba machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Nach Angaben von Kemal Saiki, einem Sprecher der UN-Mission, wollte die Präsidentengarde einige Kämpfer von Jean-Pierre Bemba entwaffnen.

    Bei den Kämpfen in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo kamen fünf Menschen ums Leben, sieben bis zehn wurden verletzt. Die MONUC beabsichtigt, die Situation durch Gespräche mit Joseph Kabila und Jean-Pierre Bemba zu beruhigen.

    Bei der Wahl, mit der ein fünf Jahre andauernder Konflikt beendet werden soll, handelt es sich um die erste freie Abstimmung mit mehreren Kandidaten seit der Unabhänigkeit des Landes im Jahr 1960. +wikinews+

  • Kongo
  • 19 August 2006

    Israelische Kampfjets über Libanon

    Beirut (Libanon), 19.08.2006 – In der Nacht überflogen israelische Kampfjets wiederholt Teile von Beirut. Nach Angaben der libanesischen Polizei wurden Aufklärungsflugzeuge im Süd-Libanon gesichtet. Auch im Bekaa-Tal im Osten des Libanon wird von Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Drohnen berichtet. Dort sollen sie bisher unbekannte Ziele mit zwei Raketen angegriffen haben. Angaben der libanesischen Polizei zufolge wurde das Feuer erwidert. Israelische Sicherheitskräfte bestätigten Luftoperationen über dem Bekaa-Tal, bestritten jedoch Waffen eingesetzt zu haben. Es soll Flugabwehrfeuer gegen die Kampfjets gegeben haben. +wikipedia+